Kindertage 2024
Quelle: Pastoralraum Nollen-Lauchetal-Thur

Sonntag, 2. August - Tag 1

Endlich war es so weit! Mit 38 Kindern, 11 motivierten Jungleitenden und 9 engagierten Frauen sind wir heute in die Ökumenischen Kindertage Bettwiesen 2026 gestartet.

Den Auftakt bildete ein fröhlicher und musikalisch reich gestalteter Familiengottesdienst. Gemeinsam hörten wir die Berufung des jungen Samuel und machten uns Gedanken darüber, wie Gott auch heute zu uns spricht. Das Motto „Sprich nur, ich höre und ich will tun, was du sagst!“ begleitet uns durch diese Tage und lädt Gross und Klein ein, mit offenen Ohren und offenem Herzen unterwegs zu sein.

Nach dem Gottesdienst machten wir uns zu Fuss auf den Weg zur Försterhütte. Dort wurde nicht lange gefackelt – überall wurde gehämmert, gesägt, gemalt, geklebt und gebaut. Mit viel Begeisterung entstand das Schiff für unsere Lagergeschichte.

Auch der Prophet Jona durfte heute seine Reise beginnen. Doch die Reise nahm eine dramatische Wendung: Ein gewaltiger Sturm zog auf, die Wellen wurden immer höher und die Matrosen wussten keinen Ausweg mehr. Schliesslich wurde Jona über Bord geworfen – und tatsächlich von einem riesigen Wal verschluckt!

Ob das wirklich die richtige Entscheidung war? Das werden wir morgen gemeinsam herausfinden.

Montag, 3. August - Tag 2

Der zweite Lagertag begrüsste uns mit strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen. Im Wald war deshalb eines besonders wichtig: genügend trinken! Manch eine und manch einer hätte sich bei dieser Hitze wohl gerne im kühlen Meer erfrischt – ganz anders als Jona.

Für ihn war das Meer alles andere als eine Abkühlung. Gefangen im Bauch des grossen Wales war es dunkel, glitschig und ziemlich unheimlich. Allein mit seinen Gedanken begann Jona nachzudenken. Er erkannte, dass es ein Fehler gewesen war, vor Gott davonzulaufen. Im Gebet fand er den Mut, seine Schuld einzugestehen und Gott um Hilfe zu bitten.

Auch wir haben uns heute gefragt: Gibt es Situationen, in denen wir eine falsche Entscheidung treffen? Und wie gut tut es zu wissen, dass wir jederzeit mit Gott sprechen können. Er hört uns zu – selbst dann, wenn es um uns herum dunkel wird.

Mit viel Spiel, Bewegung, kreativen Arbeiten und fröhlichem Lachen verging der heisse Sommertag wie im Flug. Nun sind wir gespannt, wie Jonas Geschichte morgen weitergeht. Gott hat Jona eine zweite Chance gegeben. Aber werden die Bewohner von Ninive sich wirklich ändern?

Dienstag, 4. August - Tag 3

Auch am dritten und letzten Lagertag meinte es die Sonne fast etwas zu gut mit uns. Bei sommerlicher Hitze war regelmässiges Trinken angesagt. Die gute Stimmung liess sich davon aber nicht bremsen. Nur bei einigen Jungleiterinnen und Jungleitern machten sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Ihr neues Lieblingsspiel hiess deshalb kurzerhand „Toter Löwe“ – allerdings ganz ohne Fänger, damit man sich auf der Bank so richtig ausruhen konnte! Andere stellten ihre Kräfte lieber beim Seilziehen unter Beweis oder schliffen mit viel Geduld einen Specksteinanhänger als bleibende Erinnerung an die Kindertage.

Auch Jonas Geschichte fand heute ihren Abschluss. Nachdem er im Bauch des grossen Fisches den Mut gefunden hatte, Gott wieder zu vertrauen, machte er sich auf den Weg nach Ninive. Die Menschen hörten auf seine Botschaft, änderten ihr Verhalten und wagten einen Neuanfang. So konnten auch wir entdecken: Gott schenkt uns immer wieder eine zweite Chance und begleitet uns, wenn wir bereit sind, neue Wege zu gehen.

Zum Abschluss durften wir gemeinsam mit den Eltern noch einmal auf die vergangenen drei Tage zurückblicken. Mit grosser Begeisterung präsentierten die Kinder einige Höhepunkte aus dem Lagerleben und zeigten stolz ihre selbst gestalteten Böötli. Dabei wurde einmal mehr sichtbar, wie viel Fantasie, Kreativität und Freude in diesen Tagen steckte.

Ein herzliches DANKESCHÖN an alle Kinder, die mit so viel Begeisterung dabei waren. Danke den Jungleiterinnen und Jungleitern, dem Leiterteam und allen Helferinnen und Helfern, die mit grossem Einsatz diese drei Tage ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gilt auch den Eltern für ihr Vertrauen.

Beim Abschied wurde nicht nur gelacht – die eine oder andere Träne verriet, dass in diesen Tagen neue Freundschaften entstanden sind und die gemeinsame Zeit viel zu schnell vergangen ist. Genau das ist wohl das schönste Kompliment für gelungene Kindertage.

Wir hoffen, dass die Geschichte von Jona die Kinder noch lange begleitet und sie im Schulalltag daran erinnert: Niemand ist perfekt. Fehler gehören zum Leben. Doch Gott schenkt uns immer wieder den Mut für einen Neuanfang und eine zweite Chance. Bis zum nächsten Jahr – wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen!

Impressionen von Sonntag 2. August

Impressionen von Montag 3. August

Impressionen von Dienstag, 4. August